Heizkörper entlüften: So geht’s richtig, mit Druck-Rechner

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Wenn das Jahr sich dem Ende neigt, höre ich im Baumarkt immer öfter dieselbe Frage: Wo finde ich denn die Entlüftungsschlüssel für die Heizung? Und wenn ich meinen Kunden die Schlüssel dann zeige, kommt meistens direkt die nächste hinterher: Muss ich dabei was beachten, kann ich da was falsch machen? Genau deshalb gibt es diesen kleinen Ratgeber. Wenn dein Heizkörper gluckert, oben nicht warm wird oder trotz voll aufgedrehtem Thermostat lauwarm bleibt, ist in den allermeisten Fällen einfach Luft drin, und die bekommst du in ein paar Minuten selbst raus. Ich zeige dir hier, wie du Schritt für Schritt vorgehst, welcher Schlüssel passt und welcher Wasserdruck für dein Haus der richtige ist. Dafür gibt es weiter unten auch einen kleinen Rechner.

Heizkörper entlüften auf einen Blick

Einfache Arbeit, die du komplett selbst machen kannst.

Wann

  • Wenn der Heizkörper gluckert oder oben kalt bleibt
  • Nach Arbeiten an der Heizung oder nach dem Nachfüllen
  • Sonst einmal im Jahr im Herbst

Das brauchst du

  • Entlüftungsschlüssel oder Schlitzschraubendreher
  • Becher und Lappen
  • Einen Blick aufs Manometer an der Heizung

Zeitaufwand

  • Pro Heizkörper ein bis zwei Minuten
  • Mit Aufwärmen, Wartezeit und Kontrollrunde ein bis zwei Stunden fürs ganze Haus, das meiste davon ist Warten

Woran merkst du, dass Luft im Heizkörper ist?

Luft ist leichter als Wasser und sammelt sich deshalb immer oben im Heizkörper. Dort, wo die Luft sitzt, kommt kein warmes Heizungswasser hin, und genau das merkst du. Am deutlichsten ist das Gluckern oder Blubbern, vor allem wenn die Heizung gerade anspringt. Fühl außerdem mal mit der flachen Hand von unten nach oben über den Heizkörper: Wird es nach oben hin deutlich kühler, steckt da Luft. Und wenn ein Raum trotz voll aufgedrehtem Thermostat nicht warm wird, während der Rest vom Haus normal heizt, ist das ebenfalls ein typisches Zeichen.

Das ist nicht nur nervig. Der Raum wird langsamer warm, du drehst das Thermostat höher als nötig, und die Heizung läuft länger, ohne dass es wirklich wärmer wird.

Wie kommt die Luft überhaupt in die Heizung?

Ganz ohne Luft läuft keine Heizung. Ein bisschen gelangt immer ins System, zum Beispiel beim Nachfüllen von Heizungswasser, bei der Wartung oder wenn ein Heizkörper getauscht wurde. Auch im normalen Betrieb löst sich mit der Zeit Luft aus dem Wasser und wandert nach oben in die Heizkörper. Einmal im Jahr entlüften ist deshalb völlig normal. Viessmann empfiehlt genau das, am besten im Herbst vor der Heizperiode. Musst du aber alle paar Wochen wieder ran, stimmt etwas nicht, dazu mehr weiter unten.

Welcher Entlüftungsschlüssel passt?

Das Entlüftungsventil sitzt oben am Heizkörper, meistens auf der Seite gegenüber vom Thermostat. Bevor du loslegst, schau dir an, was für ein Ventil du hast, davon hängt ab, welches Werkzeug du brauchst.

Ventil Werkzeug
Kleiner Vierkant in der Mitte (am häufigsten)Entlüftungsschlüssel, auch Vierkantschlüssel genannt
Ventil mit SchlitzSchlitzschraubendreher, oft passt auch der Entlüftungsschlüssel
Kein Ventil zu finden (sehr alte Heizkörper)Nicht selbst rumprobieren, Fachbetrieb fragen
Einfacher Entlüftungsschlüssel für Heizkörper mit Vierkant
Mein Entlüftungsschlüssel: ein einfacher Vierkant, der auf die meisten Heizkörper passt

Mein Tipp: Kauf dir gleich ein Set mit mehreren Entlüftungsschlüsseln * und leg einen in jede Etage oder direkt an die Heizung. Die Dinger sind klein, kosten fast nichts und verschwinden gern in irgendeiner Schublade, wenn du sie gerade brauchst. Richtig praktisch sind Schlüssel mit angebautem Auffangbehälter *, da läuft das Wasser direkt in den Behälter statt an der Wand runter.

Entlüftungsschlüssel mit angebautem Auffangbehälter
Entlüftungsschlüssel mit Auffangbehälter: Das Wasser landet direkt im Behälter

Hast du gerade keinen Schlüssel zur Hand, geht bei Ventilen mit Schlitz auch ein normaler Schraubendreher. Manche nehmen eine Kombizange, das würde ich aber nur im Notfall machen. Der Vierkant ist klein, und wenn du ihn mit der Zange rund drehst, passt später kein Schlüssel mehr drauf. Für die paar Euro, die ein Entlüftungsschlüssel kostet, lohnt sich das Risiko nicht.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Entlüftungsschlüssel steckt im Entlüftungsventil am Heizkörper
Schlüssel aufs Ventil, dann langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen

1. Heizung aufdrehen und warm laufen lassen: Dreh an allen Heizkörpern das Thermostat ganz auf und lass die Heizung eine Weile laufen, bis die Heizkörper warm sind. Dadurch wird die Luft durchs System geschoben und sammelt sich oben in den Heizkörpern, wo du sie rauslassen kannst.

2. Pumpe ausschalten und warten: Wenn du an deine Heizung kommst, schalte die Umwälzpumpe aus oder stell die Heizung auf Aus. Dann wartest du 30 bis 60 Minuten. In der Zeit steigt die Luft nach oben und wird nicht ständig vom fließenden Wasser verwirbelt. Wohnst du zur Miete und kommst nicht an die Anlage, lässt du diesen Schritt einfach weg. Das Entlüften klappt trotzdem, es dauert dann nur eventuell etwas länger.

Ob der Heizkörper beim Entlüften warm oder abgekühlt sein soll, darüber sind sich die Ratgeber übrigens nicht einig. Mit der Wartezeit aus Schritt 2 liegst du gut in der Mitte: Die Luft hat sich gesammelt, und das Wasser ist nicht mehr richtig heiß.

⚠️ Sicherheitshinweis: Aus dem Ventil können heiße Luft und heißes Wasser spritzen. Halte Hände und Gesicht nicht direkt vors Ventil und dreh den Schlüssel langsam.

3. Becher drunter und Ventil langsam öffnen: Leg den Lappen auf den Boden, halt den Becher direkt unters Ventil und dreh den Schlüssel langsam gegen den Uhrzeigersinn. Meistens reicht schon eine Viertel- bis halbe Umdrehung, dann hörst du es zischen. Dreh nicht weiter auf als nötig, das Ventil ist nicht dafür gemacht, ganz rausgedreht zu werden. Fällt es dir raus, schießt das Wasser raus, und dann hast du ein echtes Problem. Pass außerdem auf Tapete und Teppich auf, Heizungswasser ist oft dunkel und hinterlässt Flecken.

4. Zudrehen, sobald Wasser ohne Blasen kommt: Erst kommt nur Luft, dann ein Gemisch aus Luft und Wasser, und zum Schluss nur noch Wasser. Sobald ein gleichmäßiger Strahl ohne Blubbern kommt, drehst du das Ventil im Uhrzeigersinn wieder zu. Handfest reicht völlig, nicht mit Gewalt anknallen.

5. Alle Heizkörper nacheinander durchgehen: Mach das an jedem Heizkörper im Haus, einen nach dem anderen, auch an denen, die gar nicht gluckern. Die Luft sitzt oft nicht nur dort, wo du sie hörst.

6. Pumpe wieder an und Wasserdruck prüfen: Wenn alle Heizkörper durch sind, schaltest du die Heizung wieder ein. Jetzt kommt der Schritt, den viele vergessen, nämlich der Blick aufs Manometer. Was du da beachten musst, erkläre ich dir gleich.

7. Nach einer Stunde Kontrollrunde: Lass die Heizung mindestens eine Stunde laufen und prüf dann noch mal kurz den obersten Heizkörper und den, der am weitesten von der Heizung weg ist. Kommt dort keine Luft mehr, bist du fertig.

Welcher Heizkörper zuerst, oben oder unten?

Hier sind sich nicht mal die Profis einig. Die Verbraucherzentrale rät, im Haus unten anzufangen und die oberen Heizkörper zum Schluss zu entlüften. Viessmann empfiehlt dagegen, mit dem höchsten Heizkörper zu beginnen, weil sich dort meistens die meiste Luft sammelt.

Ich würde unten anfangen und oben aufhören. Die Luft steigt nach oben, und wenn du oben anfängst, kann beim Entlüften weiter unten noch Luft nachrutschen, dann musst du oben ein zweites Mal ran. Wichtiger als die Reihenfolge ist aber, dass du wirklich alle Heizkörper erwischst und nach einer Stunde die Kontrollrunde machst.

Danach unbedingt den Wasserdruck prüfen

Beim Entlüften kommt nicht nur Luft raus, sondern auch etwas Wasser. Bei einem einzelnen Heizkörper ist das kaum der Rede wert, gehst du aber das ganze Haus durch, kann der Druck in der Anlage spürbar sinken. Ist er zu niedrig, kommt das warme Wasser nicht mehr richtig in alle Heizkörper, vor allem nicht in die oberen. Dann hast du zwar alles entlüftet, aber oben wird es trotzdem nicht warm.

Manometer an der Heizung zeigt gut 1,5 bar im grünen Bereich
Das Manometer an meiner Heizung im laufenden Betrieb: gut 1,5 bar, mitten im grünen Bereich

Das Manometer ist eine kleine Druckanzeige an deiner Heizung oder Therme, meistens mit Zeiger, bei neueren Geräten auch im Display. Angezeigt wird der Druck in bar. Viele Manometer haben einen grün markierten Bereich und einen zweiten, meist roten Zeiger, den der Installateur auf den richtigen Wert gestellt hat. Bei mir zu Hause steht der Zeiger im Betrieb meistens zwischen 1,5 und 2,0 bar.

Welcher Druck bei dir passt, hängt vor allem davon ab, wie hoch dein Haus ist. Das Wasser muss ja bis zum obersten Heizkörper hochgedrückt werden, und jeder Meter Höhe kostet ungefähr 0,1 bar. Daraus ergibt sich eine einfache Faustformel, die unter anderem Vattenfall nennt: Höhenunterschied zwischen Heizung und oberstem Heizkörper in Metern mal 0,1, plus 0,5 bar als Puffer. Bei 10 Metern Höhenunterschied kommst du so auf 1,5 bar. Weniger als 1,0 bar sollten es im Einfamilienhaus aber auch dann nicht sein, wenn die Formel weniger ausrechnet, üblich sind laut Vattenfall 1,5 bis 2,0 bar. Die Werte gelten für die kalte Anlage, im Betrieb steigt der Druck ein Stück an, das ist normal.

Mini-Rechner: Welcher Heizungsdruck passt zu deinem Haus?

Nach der Faustformel: Höhe in Metern mal 0,1 plus 0,5 bar

1. Wie liegt dein Haus? (Schnellauswahl)

2. Oder genau eintragen


Richtwert für die kalte Anlage:

1,1 bar

Pro Etage rechnet die Schnellauswahl mit rund 3 Metern. Das ist nur ein Richtwert, verbindlich ist die Bedienungsanleitung deiner Heizung.

Haus Höhenunterschied Richtwert kalt
Bungalow, Heizung auf derselben Etageca. 1 bis 3 m1,0 bar (Mindestwert)
Keller und Erdgeschossca. 3 bis 5 mca. 1,0 bar
Keller, Erdgeschoss, Obergeschossca. 6 bis 8 mca. 1,1 bis 1,3 bar
Dazu ausgebautes Dachgeschossca. 9 bis 10 mca. 1,4 bis 1,5 bar

Berechnet nach der Faustformel Höhe mal 0,1 plus 0,5 bar, Mindestwert 1,0 bar. Quelle: Vattenfall

Und nach oben? Der rote Strich auf dem Manometer zeigt dir, wo es kritisch wird. Bei vielen Heizungen im Einfamilienhaus sitzt das Sicherheitsventil bei 3 bar, das öffnet dann und lässt Wasser ab. So weit solltest du es also beim Nachfüllen nicht kommen lassen. Den genauen Höchstwert für deine Anlage findest du in der Bedienungsanleitung.

Am einfachsten ist es, wenn du dir den Druck schon vor dem Entlüften anschaust und den Wert merkst. Liegt er danach deutlich drunter oder unter dem grünen Bereich, musst du Wasser nachfüllen. Das läuft über einen Füllhahn an der Heizung und einen Schlauch vom Wasseranschluss. Den Schlauch füllst du vorher mit Wasser, damit keine neue Luft ins System kommt, dann öffnest du den Füllhahn langsam und behältst dabei das Manometer im Blick. Ist der richtige Druck erreicht, drehst du zu und nimmst den Schlauch wieder ab. Weil mit dem neuen Wasser wieder etwas Luft reinkommt, entlüftest du danach noch einmal kurz. Wie das bei deiner Anlage genau geht, ist je nach Hersteller unterschiedlich, schau dafür in die Anleitung.

Modernere Heizungsanlagen haben dafür mitunter schon eine eingebaute Nachfüllstation, die den Druck manuell per Knopfdruck oder sogar automatisch nachregelt. Dann entfällt der Schlauch komplett, schau dafür einfach in die Anleitung deiner Anlage.

⚠️ Lieber den Fachmann: Wenn du dir unsicher bist, keinen Füllhahn findest oder die Anlage eine Störung anzeigt, ruf deinen Heizungsbauer. Zu viel Druck ist genauso wenig gut wie zu wenig.

Entlüften in der Mietwohnung

Die Heizkörper in deiner Wohnung kannst du in aller Regel selbst entlüften. An die Heizungsanlage im Keller kommst du als Mieter aber meistens nicht ran, das heißt, du kannst weder die Pumpe ausschalten noch den Druck prüfen. Die Pumpe lässt du einfach laufen, und hat deine Wohnung einen eigenen Absperrhahn für den Heizkreis, kannst du den vorher schließen. Wenn du viele Heizkörper entlüftet hast, sag dem Hausmeister oder der Hausverwaltung Bescheid, damit jemand den Druck kontrolliert. Haben mehrere Mieter im Haus Probleme, muss die Anlage ohnehin zentral geprüft werden.

Heizkörper trotzdem nicht warm? Das kann es noch sein

Gerade nach dem Sommer kommt es oft vor, dass das Thermostatventil hängt. Unter dem Thermostatkopf sitzt ein kleiner Stift, der sich über den Sommer festsetzen kann. Dann bleibt das Ventil zu, egal wie weit du aufdrehst. Schraub den Thermostatkopf ab, meistens hält ihn eine Überwurfmutter oder ein Klemmring, und drück den Stift ein paar Mal vorsichtig rein. Er sollte von selbst wieder rauskommen. Sitzt er fest, hilft oft leichtes Bewegen mit einer Zange. Wenn du die Köpfe sowieso abschraubst, ist das übrigens ein guter Moment, über smarte Thermostate nachzudenken, die gibt es für die meisten Ventile zum Aufschrauben.

Thermostatventil ohne Kopf mit dem kleinen Ventilstift in der Mitte
Der kleine Stift in der Mitte muss sich reindrücken lassen und von selbst wieder rauskommen

Kommt die Luft immer wieder oder fällt der Druck ständig, liegt das Problem woanders. Typische Ursachen sind ein defektes oder falsch eingestelltes Ausdehnungsgefäß oder eine undichte Stelle irgendwo im System. Das ist ein Fall für den Heizungsbauer, immer nur Wasser nachzufüllen löst das Problem nicht. Und wenn ein bestimmter Heizkörper immer schwächelt, obwohl er entlüftet ist und das Ventil funktioniert, kann ein fehlender hydraulischer Abgleich dahinterstecken. Vereinfacht gesagt nimmt das warme Wasser den bequemsten Weg und kommt bei weiter entfernten Heizkörpern zu wenig an. Den Abgleich macht ebenfalls ein Fachbetrieb.

Für Heizkörper, die besonders oft Luft ziehen, zum Beispiel ganz oben im Dachgeschoss, gibt es automatische Entlüfter *, die du statt des normalen Entlüftungsventils einschraubst. Die lassen Luft selbstständig raus. Achte beim Kauf darauf, dass Gewinde, Betriebsdruck und Temperaturbereich zu deiner Anlage passen. Für einen normalen Heizkörper, der einmal im Jahr entlüftet wird, brauchst du so etwas nicht.

Einkaufsliste: praktisches Zubehör zum Entlüften

Viel brauchst du nicht, aber mit dem richtigen Kleinkram geht es schneller und vor allem sauberer.

Produkt Wofür
Entlüftungsschlüssel-Set *Für die üblichen Vierkant-Ventile, am besten einen pro Etage
Schlüssel mit Auffangbehälter *Fängt das Wasser direkt auf, kein Gekleckere an der Wand
Automatischer Entlüfter *Für Heizkörper, die immer wieder Luft ziehen

FAQ

Wie oft sollte ich meine Heizkörper entlüften?

Einmal im Jahr im Herbst reicht bei den meisten Heizungen. Zusätzlich immer dann, wenn ein Heizkörper gluckert oder oben kalt bleibt. Musst du deutlich öfter ran, lass die Anlage vom Heizungsbauer prüfen.

Muss die Heizung beim Entlüften an oder aus sein?

Erst an, damit die Heizkörper warm werden und die Luft nach oben geschoben wird. Dann schaltest du die Pumpe aus und wartest 30 bis 60 Minuten, bevor du entlüftest. Danach schaltest du sie wieder ein.

Wie viel Wasser kommt beim Entlüften raus?

Normalerweise nur ein paar Spritzer bis ein kleiner Schluck, ein Becher reicht völlig. Läuft richtig viel raus, ist das Ventil zu weit offen.

Es kommt weder Luft noch Wasser raus. Was jetzt?

Dann ist meistens der Druck in der Anlage zu niedrig oder das Ventil ist zugesetzt. Schau zuerst aufs Manometer. Ist der Druck in Ordnung und es kommt trotzdem nichts, frag lieber einen Heizungsbauer.

Kann ich beim Entlüften etwas kaputt machen?

Wenn du das Ventil langsam und nur ein Stück öffnest, eigentlich nicht. Die zwei echten Fehler sind, das Ventil zu weit aufzudrehen und hinterher den Druck nicht zu prüfen.

Kann ich eine Fußbodenheizung genauso entlüften?

Nein, die funktioniert anders. Entlüftet wird am Heizkreisverteiler, und oft wird dabei Kreis für Kreis gespült. Das ist deutlich aufwendiger und eher etwas für den Fachbetrieb.

Mein Fazit

Heizkörper entlüften ist eine der einfachsten Arbeiten im Haus und bringt sofort etwas: Es wird wieder leise und warm. Einmal im Herbst durchs ganze Haus, unten anfangen, oben aufhören, danach den Druck prüfen, fertig. Leg dir ein paar Entlüftungsschlüssel hin, dann musst du beim nächsten Gluckern nicht erst suchen. Und wenn die Luft ständig wiederkommt, nicht immer weiter entlüften, sondern den Heizungsbauer draufschauen lassen.

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindlich sind die Bedienungsanleitung und die Herstellerangaben deiner Heizung. Quellen: Viessmann, Anleitung „Heizung entlüften“; Verbraucherzentrale Bundesverband zur Reihenfolge der Heizkörper; Vattenfall zur Faustformel für den Heizungsdruck.

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